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Zahnimplantate auch bei geringem Knochenangebot
Zahnimplantate beugen Knochenabbau vor
Zahnlücken sollten sofort behandelt werden, denn sie führen auch zu einer falschen Belastung des Kieferknochens, die langfristig einen Kieferknochenabbau bewirkt. Hat dieser bereits eingesetzt, ist der Aufwand für das Schließen der Lücke erheblich größer.
Im Hinblick auf die zahlreichen Probleme, die bisher noch jeder Zahnersatz – Brücke oder Prothese – mit sich bringt, setzt die moderne Zahnmedizin verstärkt auf Zahnimplantate. Ein Zahnimplantat stellt zwar die aufwändigste, dafür aber auch die sicherste und langfristigste Zahnersatzlösung dar. Einzelzähne oder Brücken werden mittels einer kleinen, im Kieferknochen verankerten Schraube oder Disk aus Titan dauerhaft fixiert. Während der Einheilzeit überbrückt ein Provisorium die Zahnlücke. Doch nicht nur bezüglich Ästhetik und Funktion sind Zahnimplantate überlegen. Sie unterstützen auch den darunter liegenden natürlichen Knochen und verhindern so dessen Abbau. Und angesichts einer Lebensdauer von 15 bis 20 Jahren sind Zahnimplantate unbestritten die beste, aktuell erhältliche Zahnersatzlösung.
Diskimplantate bei Knochenabbau
Jedoch viele Patienten, die Zahnimplantate wünschen, können mit herkömmlichen Implantaten nicht versorgt werden. Eine der Hauptursachen dafür ist der Knochenabbau, der infolge des Zahnverlustes, wie oben beschrieben, eingetreten ist. Soll bei diesem Personenkreis trotzdem eine Versorgung mit herkömmlichen Zahnimplantaten durchgeführt werden, so sind vor der Versorgung mit Zahnimplantaten zunächst aufwendige Knochenaufbau Maßnahmen erforderlich, die zu einer erheblichen Verlängerung der Behandlungszeit führen und ein großes Erfolgsrisiko darstellen. Erforderliche Knochenaufbau - Maßnahmen sind beispielsweise: Sinuslift, Beckenkammtransplantation, Knochenspreizung, Distraktionsosteogenese. Durch den Einsatz von Diskimplantaten (BOI-Implantate) besteht die Möglichkeit, auf die oben erwähnten Verfahren zu verzichten und den Patienten sofort mit Zahnimplantaten zu versorgen. Wegen der besonderen Verankerung der Diskimplantate im Knochen können Patienten innerhalb weniger Tage mit festsitzendem Zahnersatz versorgt werden.
Das Grundprinzip der Diskimplantation besteht darin, Diskimplantate vom Kortikalis zu Kortikalis zu plazieren und eine möglichst große Abstützung im kortikalen Knochen zu finden. Aus diesem Grund können Diskimplantate auch bei geringen Knochenhöhen eingesetzt werden.
Autor:
Dr. Martin Schweppe
Klinik:
Zahnarztklinik Zahnimplantate Dr. Martin Schweppe
Königstr. 15
D- 48291 Telgte

März 18th, 2010 at 15:33
Meines Wissens muss bei Knochenabbau immer Knochenaufbau mittels synthetischem oder tiereischem Knochenmaterial betreiben werden, wobei ich die Variante mit dem Tierknochen für äßerst fragwürdig halte. Oft werden Patienten übner sowas nicht mal aufgeklärt. Und es kann ja wohl nicht gesund geschweige denn erstrebenswert sein, Rinderknochen implantiert zu bekommen?! Sucht einfach mal bei myvideo.de nach “rinderknochen”
März 24th, 2010 at 12:44
@marvinkoch86: Naja, ich finde dein Video ein bisschen tendenziös. “Eklig” ist für den modernen Stadtmenschen so ziemlich alles, was vom Tier kommt. Ich würde mir mal ein paar sachliche Infos wünschen über die Vor- und Nachteile von Knochen und Synthetik, zum Beispiel was Kosten und Risiken angehen.
März 24th, 2010 at 14:01
Möchte da einmal ins gleiche Horn blasen… also Rinderknochen kommen mir auch nicht koscher vor… Muss aber jeder für sich slebst wissen. Was sagt ihr zum Thema?
März 25th, 2010 at 11:58
Ganz schön viel Fachchinesisch … Das Video, das sich mit den Rinderknochenimplantaten und synthetischen Möglichkeiten befasst, schockt zwar im ersten Moment, klärt aber trotzdem gut auf. Für mich steht auf jeden Fall fest, dass ich mir vor so einer Sache persönlich Rat von mehreren Zahnärzten einholen werde.
März 25th, 2010 at 12:32
Also ich finde, da ist schon jeder selbst verantwortlich dafür, sich richtig zu informieren. Sind ja alles Erwachsene Menschen. Obwohl - ich kenn einige, die wissen nicht mal, ob sie Amalgam oder sonstwas in den Zähnen haben.